Ökostrom erzeugen



Unter Ökostrom versteht man Strom, der aus regenerativen Energiequellen stammt, dessen Rohstoffe also quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen. In Deutschland werden hauptsächlich die regenerativen Quellen: Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft und Biomasse zur Stromerzeugung genutzt.

Stromerzeugung über Windenergie


Wind, also bewegte Luftmassen, stellt von Haus aus schon eine Energieform dar, nämlich eine Form der kinetischen Energie (Bewegungsenergie). Mittels Rotorblättern läßt sich diese kinetische Energie sehr leicht in Rotationsenergie umwandeln, aus der elektrischer Strom erzeugt werden kann. Dieses Prinzip kann man sich mittel Windkraftanlagen somit nutzbar machen, um Strom zu erzeugen.

Vor- und Nachteile der Windenergie


Ein sehr großer Vorteil der Windenergie ist, dass bei der Erzeugung von Strom über Windkraft keinerlei schädlichen Stoffe anfallen, die unsere Umwelt oder unser Klima negativ beeinflussen könnten. Windkraft ist also eine sehr "saubere" Energieform. Zudem wird die Energiequelle Wind niemals versiegen können.

Ein Nachteil der Windenergie besteht darin, dass Wind niemals stetig vorliegt und es somit nicht möglich ist stets kontinuierlich eine bestimmte Menge an Strom zu erzeugen. Außerdem müssen zur Nutzung der Windenergie sehr viele Windkraftanlagen errichtet werden, was zu einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes führen kann. Da allerdings der Trend zur Errichtung sogenannter Offshore-Windparks geht, also Windparks in der offenen See, sollte dieser Nachteil zukünftig zu vernachlässigen sein.

Stromerzeugung mittels Sonnenenergie


Unsere Sonne liefert uns eine sehr energiereiche Strahlung, die man sich auch zur Erzeugung von elektrischem Strom nutzbar machen kann. Über den sogenannten "Photoelektrischen Effekt", dem Freisetzen von Elektronen aus einer Metalloberfläche aufgrund einer einwirkenden elektromagnetischen Strahlung, läßt sich aus der Sonnenenergie direkt elektrischer Strom erzeugen. Umgesetzt wird dieses Prinzip mittels Photovoltaikanlagen (Solarzellen)

Vor- und Nachteile der Sonnenenergie


Die Vorteile der Sonnenenergie liegen darin, dass diese Energieform der Menschheit fast unbegrenzt zur Verfügung stehen wird und dass bei der Erzeugung von Solarstrom keinerlei Emissionen anfallen.

Zudem läßt sich Sonnenstrom oftmals auch direkt dort nutzen, wo geringere Mengen an Strom benötigt werden. So funktionieren zum Beispiel viele Parkscheinautomaten und die Beleuchtungen abgelegener Bushaltestellen mittels Solarstrom.

Nachteile sind die relativ hohen Kosten, die bei der Herstellung von Photovoltaikanlagen anfallen, und die problematische Entsorgung von ausgedienten Solarzellen. Außerdem steht die Sonnenenergie, genau wie die Windenergie, nicht stetig zur Verfügung.

Stromerzeugung über Wasserkraft


An Orten, an denen aufgrund von Höhenunterschieden fließendes Wasser vorliegt, kann dieses fließende Wasser zur Stromerzeugung genutzt werden. Hierbei wird die kinetische Energie des Wassers mittels Turbinen in Rotationsenergie umgewandelt und elektrischer Strom erzeugt.

In Deutschland wird nur ein relativ geringer Anteil des Stromes in Wasserkraftanlagen produziert, weltweit macht diese Form der Stromerzeugung jedoch einen großen Anteil aus, der sich zudem noch ausbauen läßt.

Vorteile von Wasserkraftanlagen


Der wesentliche Vorteil bei der Erzeugung von Strom über Wasserkraft liegt wiederum darin, dass bei dieser Methode der Stromerzeugung keinerlei Emissionen anfallen.

Nachteile bestehen darin, dass oftmals größere Eingriffe in die Natur und die Landschaft nötig sind, um Wasserkraftanlagen zu errichten.

Stromerzeugung aus Biomasse


Unter Biomasse versteht man organisches Material in einem definierten Ökosystem, das biochemisch synthetisiert wurde, also zum Beispiel Pflanzen und Bäume. Diese Biomasse kann als Rohstoff zur Erzeugung von Strom genutzt werden, indem die Masse in Biomassekraftwerken verfeuert wird, über die hierbei entstehende Wärmeenergie Wasser verdampft wird und der Wasserdampf dann wiederum Turbinen für die Stromerzeugung antreibt.

In modernen Kraftwerken dieser Art wird die anfallende Wärmeenergie zudem noch genutzt, um naheliegende Gebäude zu beheizen. In diesem Falle nennen sich die Kraftwerke dann Biomasseheizkraftwerke.

Vor- und Nachteile der Stromerzeugung aus Biomasse


Der wesentliche Vorteil dieses Methode der Stromerzeugung liegt darin, dass es sich bei Biomasse um einen nachwachsenden (regenerativen) Rohstoff handelt, es also stets genügend Nachschub geben sollte. Außerdem läßt sich über Biomasse, anders als zum Beispiel bei Wind- oder Sonnenenergie, in kontinuierlichem Maße Strom erzeugen.

Ein Nachteil liegt darin, dass ein Verbrennungsprozeß erforderlich ist, um Strom zu erzeugen und somit wieder umwelt- und klimaschädliche Emissionen anfallen.

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